20.Dezember

Eine kurze Geschichte des Weihnachtsbaums

recherchiert und verfasst von Viola Ohly

Weihnachtsbäume gehören selbstverständlich zum Weihnachtsfest… Aber wer weiß schon, warum es den Weihnachtsbaum gibt?

Er lässt sich zurückführen auf den keltischen Brauch, zur Wintersonnenwende die Zweige von immergrünen Bäumen- meistens Fichten- ins Haus zu holen. Damals wurde geglaubt, die Vegetationsgottheit ziehe sich im Winter in diese immergrünen Bäume zurück.  Weiterhin sollten sie gute Kräfte anziehen und vor Unheil schützen.

Dieser Brauch lebte um 1500 weiter auf, als der erste Weihnachtsbaum in Straßburg dokumentiert wurde, der damals verkehrt herum an die Zimmerdecke gehängt wurde. Zwar wurde er von kritischen kirchlichen Stimmen als heidnischer Baumkult verpönt, doch fanden die Menschen zunehmend Gefallen daran. Sie schmückten ihn mit Fruchtbarkeitssymbolen, nämlich Äpfeln (die mittlerweile zu glänzenden Weihnachtskugeln geworden sind), Nüssen und Lebkuchen. Zum Jahreswechsel wurde er dann „geplündert“ bzw. der Schmuck wurde verspeist.

Im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871 wurden für die Soldaten an der Front Weihnachtsbäume bestellt. Denen gefiel die Idee so gut, dass sie sie fortan für ihre Familien fortführten und nahezu jede Familie ihren eigenen Baum für das Weihnachtsfest wollte.

Verändert die Geschichte des Weihnachtsbaums deine Sicht auf ihn? Welche eigenen Traditionen gibt es rund um den Weihnachtsbaum in deiner Familie? Und was hältst du für zeitgemäß, angesichts der aktuellen ökologischen und ökonomischen Herausforderungen?